Twitter Reputation Score als neue Messgröße?

Berechnung des Twitter Reputation Score
Reputation Score (Quelle: Andrea Kusjada @ pixelio.de)

Twitter führte vor ein paar Wochen die „Who to Follow?“-Sparte auf der Webseite ein. Darin macht Twitter seinen Usern Vorschläge, wem zu folgen sich lohnen könnte. Wie Techcrunch berichtet, verriet Twitter-Gründer Evan Williams auf der Bühne der Web 2.0 Summit, welcher Algorithmus darüber entscheidet, wer wem empfohlen wird. Twitter berechnet für jeden User einen Reputation Score, der gemeinsam mit anderen Faktoren über „Who to Follow?“ entscheidet. Noch ist dieser Score nicht offen einsehbar, Williams ließ jedoch durchblicken, dass sich das ändern könne.

Interessant ist besonders die Frage, inwiefern die Veröffentlichung des Reputation Scores zu einer Art Aufmerksamkeitwährung werden wird. Wird der Score in die SERPs Einzug halten? Noch scheinen die SERPs in der „Statusupdates“-Abteilung bei Google recht roh gefiltert, der Reputation Score könnte hier die Suchqualität entscheidend verbessern. Naheliegend wäre dann auch eine Verknüpfung des Reputation Scores mit Webseiten und Inhalten. Stellt ein hoch gerankter Twitter-User ein neues Blog ins Netz, könnte der Reputation Score relativ unabhängig von anderen Faktoren für gutes Ranking sorgen – und das ziemlich schnell.

Spinnt man den Faden noch etwas weiter, könnten auch Facebook-Likes in Zukunft unterschiedlich viel wert sein. Bisher fällt dieses Urteil der einzelne User, indem er auch liked oder eben nicht. Mit einem offenen Facebook-Score oder einer Verknüpfung mit dem Twitter-Score könnte ein Such-Algorithmus entwickelt werden, der den virtuellen Wert eines Contents bemisst – nicht nur anhand der Quantität von Bewertungen, sondern auch anhand der Qualität. Dann ist SEO bestimmt mal wieder tot, wie üblich.

Update: Wie auf webseoanalytics.com zu lesen ist, ist oben genanntes bis zu einem gewissen bereits Realität. Bing und Google berechnen eine eigene Authority, die in die SERPs einfließt.

Über Jan Saarmann

Melange aus PR-Berater, SEO-Consultant, Journalist, Bücherwurm, Gitarren-Dilettant, Kulinariker und Spiele-Liebhaber (analog wie digital). Je nach Tagesform, Zeit und Laune verschieben sich die Ausprägungen der einzelnen Bestandteile.

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