Das Image der Suchmaschinenoptimierung

Das SEO-Image liegt in Trümmern (Viola / pixelio.de)

So lautet der Titel des heutigen Webmaster-Fridays. In der Allgemeinheit ist ein komischer Eindruck von SEO vorherrschend. Viele verbinden mit Suchmaschinenoptimierung vor allem eins: Sinnlose SEO-Texte. Texte, die mit Keywords vollgepropft wurden um die SERPs zu entern. Texte, die per RSS kopiert werden und die jeder Depp als Müll erkennt. Das Problem haben die SEO-Trainees auch gerade in einem Blogpost zum Verhältnis von Journalisten und SEOs angesprochen. Der SEO liegt vom Image her irgendwo zwischen Viagra-Spammer, Dialer-Abzocker und Hornbrillen-Kellerkind. Der Ruf ist schon vor langer Zeit ruiniert worden, und daran ändert auch die Wirklichkeit nichts. Denn die sieht zumindest differenzierter aus. 

Natürlich gibt es Spammer, die auch SEOs sind. Natürlich verdienen viele SEOs über halbseidene Affiliate-Geschichten Geld. Aber selbstverständlich existiert auch die große Gruppe von intelligenten, gut (selbst)ausgebildeten und technisch-bewanderten seriösen Optimierern. SEO sein und SEO machen; das ist absolut nichts, wofür man sich schämen sollte.

Gerade eben auf dem Wochenmarkt in der Hannoveraner Südstadt (wunderschön, nebenbei bemerkt), fragte mich ein Händler nach meinem Beruf. Ich sagte mein Sprüchlein auf und brachte ihm in ein paar Sätzen näher, was Suchmaschinenoptimierung ist und wie ich es mit PR verquicke. Der ältere Gemüsehändler guckte ungläubig, runzelte die Stirn, kräuselte die Lippen und fragte mich mit zweifelndem Unterton: „Und damit kann man Geld verdienen? Was es nicht alles gibt…“

Eine Anekdote, die klarmacht: Es gibt keinen Grund sich zu verstecken. Wer nicht total im Trüben fischt, sollte hoch erhobenen Hauptes sagen: Ich optimiere Webseiten und das ist auch gut so. Und irgendwann wissen dann auch Gemüsehändler über SEO Bescheid.

 

Über Jan Saarmann

Melange aus PR-Berater, SEO-Consultant, Journalist, Bücherwurm, Gitarren-Dilettant, Kulinariker und Spiele-Liebhaber (analog wie digital). Je nach Tagesform, Zeit und Laune verschieben sich die Ausprägungen der einzelnen Bestandteile.

6 thoughts on “Das Image der Suchmaschinenoptimierung

  1. Die meisten Leute verbinden das immer noch irgendwie mit Webdesign, oder fragen wie man denn die Suchmaschine optimiere…..

  2. Allgemein ist der Ruf natürlich nicht so schlecht wie manche befürchten, bei Leuten die aber mit dem Internet zu tun haben, ist der Ruf nicht so gut. Ein großer Webhoster meinte mal zu mir, SEOs sind genau so seriös wie Bänker…

  3. Hi Jan,
    erst mal Dankle fürs Mitmachen. Finde ich interessant, was Du schreibst. Vielleicht ist der schlechte Ruf der Seos auch nur in einem Bestimmten Teil der Blogosphäre vorherrschend.
    Schönen Gruß, Martin

    1. Hey Martin,

      vielen Dank für das Lob. Ich glaube, dass ist schon recht weit verbreitet, nicht nur in der Blogosphäre. Guck Dir mal die „4€ für 250 Zeichen“-Geschichte auf XING (http://bit.ly/pKXnA3) an. Die Leute haben – jetzt hatten 😉 – ja nicht eigentlich etwas gegen Torsten Maue. Sie haben etwas gegen das, wofür er steht; SEO per hingeklatschtem Scheißtext für nen Appel und vielleicht noch nen Ei.

      Mittlerweile mögen sie ihn natürlich auch persönlich nicht mehr, aber das schlechte Bild von Suchmaschinenoptimierung in Kombination mit dem schlechtbezahlten Angebot war meiner Meinung nach der Auslöser.

      Gruß,

      j.

  4. Ich bin bisher eigentlich immer nur auf grosses Interesse gestoßen, wenn ich von meinem SEO-Beruf erzählt habe. Von einem schlechten Ruf habe ich bisher noch nichts bemerkt.

    1. Geht mir ähnlich. Nur selten haben die Leute entweder schlechte Erfahrungen gemacht oder etwas verquer im Kopf. Neulich hat mich jemand gefragt (shit, dass hätte ich gut im Post unterbringen können ;)), ob mich denn nicht schlecht fühlen würde, wenn Mitbewerber von meinen Kunden durch die bessere Position in den SERPs des Kunden weniger Aufträge kriegten und dadurch mein Kunde immer größer würde und am Ende in eine Monopolstellung gerate.

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