Print vs Online – Liest Du noch oder scrollst Du schon?

Die gute alte Zeitung - beim Frühstück unverzichtbar (Bildquelle: Iwona Golczyk @ pixelio.de)

Der Webmasterfriday fragt nach unserem Leseverhalten. Das unser Leseverhalten sich verändert hat, ist klar und selbstverständlich. Ja, genau. Mein Leseverhalten, Ihr Leseverhalten, jedes Leseverhalten. Das gilt nicht nur für iPad-Besitzer. Schon Werbeplakate sehen anders aus und instrumentalisieren eine andere Sprache. Ich persönlich lese sehr viel, analog wie digital.

Der Tag beginnt immer mit der regionalen Tageszeitung, der „Neuen Westfälischen“. Die Lektüre der NW gehört seit meiner Kindheit zum Tag. ohne geht es kaum. Der Geruch der Druckerschwärze, die Haptik, die Ruhe vor dem Sturm; das alles gibt mir ein gutes Gefühl. Natürlich spielt auch die Informationsübermittlung eine Rolle, aber abgesehen vom Lokalteil ist die eher untergeordnet. Erst vor ein paar Tagen habe ich darüber gebloggt, was mich im Lokaljournalismus momentan stört.

Mein anschließendes Tagewerk findet sehr viel am Rechner statt; Twitter, Facebook und andere Tools sind dabei immer offen und ständig erreichen mich interessante Artikel, Blogeinträge und Studien. Manche werden zum späteren Konsum gespeichert, viele andere hingegen sofort verschlungen, auch, um darauf gegebenenfalls sofort reagieren zu können.

Das gute, alte Buch – eine tolle Erfindung (Bildquelle: Silke Kaiser @ pixelio.de)

Abends, zwischendurch, auf dem Klo oder auf dem Sofa ist die Welt meist wieder analog. Gerade lese ich eine vor der Vernichtung gerettete Gesamtausgabe von Jules Verne, „Professionelle Gesprächsführung“ von Christian-Rainer Weisbach und freue mich auf die Bestellung bei Amazon, die heute nachmittag eintreffen dürfte. Darunter sind zwei Empfehlungen von @EinAugenschmaus, einer gehörlosen Bloggerin, die durch Körpersprachanalysen von Politikern und Fussballspielern über Twitter bekannt geworden ist.

 

Über Jan Saarmann

Melange aus PR-Berater, SEO-Consultant, Journalist, Bücherwurm, Gitarren-Dilettant, Kulinariker und Spiele-Liebhaber (analog wie digital). Je nach Tagesform, Zeit und Laune verschieben sich die Ausprägungen der einzelnen Bestandteile.

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