Tag Cloud WDF IDF

Was ist in meinem Text wichtig – oder kurz: WDF

Wenn sich SEOs bei der Content-Erstellung nach einem Wert gerichtet haben, ging es meistens um die Keyword Density. Doch wie Karl Kratz bereits vor einiger Zeit in seinem „digitalen Selbstmord“ klar stellte, ist die Keyword Density längst kein verlässlicher Wert mehr. In seinem zwei Jahre alten Artikel über die Keyword Density, brachte Karl Kratz eine neue Formel ins Spiel: WDF*P*IDF.

Eric Kubitz hat in seinem Artikel diese Begriffe sehr gut auf den Punkt gebracht:

  • „Die Within Document Frequency (WDF) ist nichts anderes als die Keyword-Density aber durch den Logarithmus “gestaucht”
  • „Die Inverse Document Frequency (IDF) beschreibt, wie gut das zu messende Wort dieses Dokument überhaupt beschreiben kann.“

Okay, die erste Frage, die wahrscheinlich aufkommt: Was zur Hölle ist dann „P“? Um es kurz zu machen und euch nicht großartig mit Mathe zu nerven: P ist ein Korrekturfaktor der situationsbedingt hinzugefügt wird. Wer keine Angst vor Mathematik hat, und an den Formel interessiert ist, dem seien die Artikel von Eric und Karl Kratz ans Herz gelegt.

Inzwischen gibt es einige Tools, die diese Formel verwenden,

  • Onpage-tool.de (kostenlos)
  • Onpage.org (kostenpflichtig)
  • Seolyze.de (closed Beta)

Es gibt aber auch Entwickler, die sich nur auf den WDF-Wert als Keyword Density-Ersatz festlegen. Vergangene Woche hat Andre Goldmann von Pixeldreher.net ein Plugin für WordPress auf den Markt gebracht, das den WDF-Wert während des Schreibens berechnet.

WDF-Plugin: Aussehen
WDF-Plugin: Aussehen

Die Anwendung des Plugins könnte simpler nicht sein: Eine Tabelle zeigt in Echtzeit die zehn Wörter mit dem höchsten WDF-Wert an, während ein Graph die Wörter untereinander in einem Diagramm in Relation setzt. Weil das Plugin multilingual entwickelt wurde, werden die sogenannten „Stop Words“ nicht gefiltert. Damit sind zum Beispiel Artikel und Pronomen gemeint. Wörter wie „er“, „das“ oder „meine“ haben schließlich keine Aussagekraft für einen SEO. Die Entwickler haben jedoch eine Filterfunktion eingebaut, die einen nach bestimmten Wörtern filtern lässt. Das Plugin kostet 11 Dollar und ist bei Codecanyon.net erhältlich.

WDF-Plugin: Filterfunktion
WDF-Plugin: Filterfunktion

Der Unterschied zwischen den oben genannten Tools und dem Plugin ist klar: es verzichtet komplett auf den IDF-Wert als Richtwert. Dadurch geht viel Potential verloren, denn so wird im Grunde nur ein gestauchter Keyword Density-Wert ermittelt. Das und die nicht-direkte Filterung der Stop Words sind in meinen Augen Nachteile des Plugins. Schließlich möchte ich die wichtigen Wörter auf einen Blick haben, und nicht erst eintippen müssen. Seinen Zweck erfüllt es trotzdem.

Fazit: Der WDF*IDF-Wert beantwortet zwei Fragen:

  • Wie oft kommt ein Wort in einem Dokument in logarithmischer Relation zu allen anderen Worten vor? (WDF)
  • Und wie viele relevante Dokumente gibt es in der Datenbank (beispielsweise. Google), in denen der Term vorkommt. (IDF)

Das Ergebnis dieser Formel ist zwar kein Wert den man als Ranking-Faktor sehen sollte, aber wie Karl Kratz seit zwei Jahren deutlich beweist, ist es ein guter Weg seinen Content zu optimieren. Es bleibt abzuwarten, wie viele Entwickler auf diesen Zug aufspringen werden.

Über Jan Saarmann

Melange aus PR-Berater, SEO-Consultant, Journalist, Bücherwurm, Gitarren-Dilettant, Kulinariker und Spiele-Liebhaber (analog wie digital). Je nach Tagesform, Zeit und Laune verschieben sich die Ausprägungen der einzelnen Bestandteile.

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