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5 kostenlose SEO-Tools, die eigentlich Geld kosten sollten

SEO-Tools gibt es wie Sand am Meer. Die einen kosten Geld, die anderen nicht. Viele SEO-Tools sind auch eigentlich nicht für SEO gemacht worden – aber fast jeder SEO, Content- oder Online-Marketer kann sie gut gebrauchen. Aus der Unzahl an Tools, die wir einsetzen (manche nur ganz selten, einige täglich) habe ich 5 Tools herausgesucht, die es in sich haben und nicht in jeder beliebigen Auflistung von SEO-Tools zu finden sind. Fertig? Los geht’s!

#1: httpstatus.io – HTTP Status Check leichtgemacht

Bei der Analyse von Seiten und bei Relaunches unschlagbar: httpstatus.io. Jeder Ingenieur wäre stolz auf die Webapp; sie ist einfach, funktioniert zuverlässig und liefert jedem einen riesigen Mehrwert, der Weiterleitungen  (ganz gleich ob 301, 302 oder andere Varianten) einrichten, kontrollieren oder überprüfen will. Für denjenigen, der das Tool über einen längeren Zeitraum häufiger nutzen möchte: einfach alle in Frage kommenden URL-Varianten in einer Datei abspeichern und reinpasten. Wer wie ich zu faul zum Kombinieren ist, kann für die Erzeugung der URLs auch super einen Keyword-Kombinator benutzen. Gerade bei größeren Projekten mit internationaler Ausrichtung und vielen Subdomains und TLDs spart man sich so eine Menge Zeit.

Alle Varianten in Windeseile erzeugt, nun müssen nur noch die Leerzeichen gefiltert werden.

#2: SEOeasy – Onpage-Tool mit netten Features

SEOeasy sollte irgendwann letztes Jahr mal Geld kosten – aber das hat wohl nicht geklappt. Das merkt man dem Tool im positiven Sinne an. Hier haben sich gute Leute gute Gedanken gemacht. Im Kern ist SEOeasy ein Onpagetool (so wie onpage.org oder onpagedoc.de), welches aber Landingpages in den Mittelpunkt stellt. Alles wird auf URL-Basis angegangen und das ist für kleine Projekte echt schnuckelig und praktisch. Erst recht, wenn Mitarbeiter von Kunden etwas von der Fleißarbeit selber übernehmen möchten, denn SEOeasy nimmt den User an die Hand. Nach der Definition von URLs und dem Zielterm kann quasi jeder die gängigen Onpage-Faktoren nach einer Liste abarbeiten. Für die Übersicht gibt das Tool für die Domain und die Landingpages einen Optimierungs-Score aus. Den Lohn der Arbeit dokumentiert die Keyword-Überwachung (die Rankings der Konkurrenz werden auch gleich mitgetrackt) und der oberflächliche Backlinkcheck.

Nettes Feature: Neue Keywords finden und dazuklicken.

#3: Scompler – Content Marketing mit Hand und Fuß

Zugegeben, im Einsatz hatte ich Scompler noch nicht – aber alles, was ich bis dato gesehen habe, macht Sinn und bietet dem Marketer Mehrwert. Kein Wunder, das Tool wurde auch von „Mr. Talkabout“ Mirko Lange konzipiert. Scompler ist nur für Einzelpersonen kostenlos, verdient aber dennoch einen Platz hier in der Liste aufgrund seiner Einzigartigkeit. Es ist meines Wissens das einzige Tool, das versucht die Prozesse von Content Marketern abzudecken und von Alpha bis Omega zu begleiten. Von Strategie-Erstellung über Themen- und Redaktionsplanung bis zur Analyse ist alles mit drin und wird vom System gestützt. Es gibt sicher Tools, die einzelne Bereiche – wie zum Beispiel die Redaktionsplanung – besser können, aber in der Breite ist Scompler wirklich eine Klasse für sich und ich freue mich darauf, das Tool im einem der nächsten Projekte einzusetzen.

#4: Siteliner – Duplicate Content finden

Siteliner ist überraschend unbekannt. Ich habe selten darüber gelesen, dabei ist es extrem wertvoll. Siteliner findet Duplicate Content zuverlässig und schnell. Bei Verdachtsfällen kann gut nachgearbeitet und das Problem behoben werden. Warum ist Siteliner so gut? Weil es von den Machern von Copyscape entwickelt wurde – der Suchmaschine, die die Plagiatsjäger von Guttenberg, Schavan und Co. eingesetzt haben und die sich bei Lehrern und Professoren in aller Welt größter Beliebtheit erfreut. Siteline ist umsonst, wer mehr als 250 Pages crawlen will, der muss sich anmelden – ein fairer Deal, finde ich.

Duplicate Content ist schnell gefunden

#5: Google Docs – Ja, im Ernst

Dass Google Docs und im speziellen die Tabellen-Anwendung genial sind, ist kein Geheimnis. Dass sich mit Tabellen-Apps SEO-Tools bauen lassen, ist spätestens seit den Excel-Tools weithin bekannt. Google Spreadsheets erlaubt aber einige Spielereien, die einfach nur verblüffen. Zum Beispiel:

Für einen Kunden haben wir einen kleinen, eigenen Sichtbarkeitsindex gebaut. Warum? Der Kunde ist sehr nischig unterwegs und der Sichtbarkeitsindex von Sistrix damit kein gutes Instrument um die Sichtbarkeit der Domain innerhalb der Nische anzugeben. Unser Index basiert auf Keyword-Daten von Sistrix, aber eben ausschließlich Keywords aus der Nische. Die Rankings einer Domain für das Keyword-Set ergeben (durch einen kleinen Algorithmus gedreht) einen Indexwert, der für eine schnelle Übersicht gut zu gebrauchen ist.

Was das mit Google Docs zu tun hat? Viel, denn die Keyword-Daten werden automatisch aus der Sistrix-API abgeholt. Der magische Befehl ist ImportXML und eröffnet Welten in Sachen Scraping. Wir scrapen in diesem Fall nur die XML-Datei, die die Sistrix-API ausspuckt und checken, inwiefern die Keywords aus dem Set für die Domain zu finden sind und wenn ja, auf welchem Platz. Mit wenig Aufwand lässt sich auf Basis von Google Docs ein eigenes Tool bauen.

Hier ein paar Ressourcen zu dem Thema:

 

Hab ich was vergessen? Möchtet Ihr Euer Tool in der Liste sehen? Wie findet Ihr den Post? Lasst es mich wissen!

 

Über Jan Saarmann

Melange aus PR-Berater, SEO-Consultant, Journalist, Bücherwurm, Gitarren-Dilettant, Kulinariker und Spiele-Liebhaber (analog wie digital). Je nach Tagesform, Zeit und Laune verschieben sich die Ausprägungen der einzelnen Bestandteile.

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